FC Schalke 04

Voller Name FC Gelsenkirchen-Schalke 04 e.V.
Spitzname(n) Die Königsblauen, Die Knappen
Gegründet 4. Mai 1904
Stadion Veltins-Arena
Plätze 61.448
bei internationalen Spielen:
53.994
Präsident Gerhard Rehberg
Trainer Mirko Slomka
Adresse Ernst-Kuzorra-Weg 1
45891 Gelsenkirchen
Homepage www.schalke04.de
E-Mail info@schalke04.de




Auswärts
Der FC Gelsenkirchen-Schalke 04 e.V. (kurz FC Schalke 04 oder S04) ist ein erfolgreicher und beliebter deutscher Fußballverein. Er spielt in Gelsenkirchen. Mit derzeit mehr als 55.000 Mitgliedern ist er der zweitgrößte Verein Deutschlands und hat Abteilungen für Fußball, Basketball, Tischtennis, Handball und Leichtathletik. Seit August 2001 trägt der Verein seine Heimspiele in der Veltins-Arena (bis 30. Juni 2005 Arena AufSchalke) aus, einem der modernsten Stadien der Welt. Im Wappen ist ein weißes G zu erkennen, es steht für Gelsenkirchen.

Gegründet wurde der Verein am 4. Mai 1904 als "Westfalia Schalke" mit den Vereinsfarben rot und gelb. Die Umgebung des Vereins war stark vom Bergbau geprägt (Zeche Consolidation), und viele seiner Fußballer entstammten diesem Milieu; dies brachte den Schalkern den Spitznamen die Knappen ein (ein Knappe ist ein Bergmann nach abgeschlossener Lehre). Von der Gelsenkirchner Schwerindustrie kündet auch das Vereinslied ("Blau und Weiß, wie lieb ich Dich"). Seine Vereinsfarben Blau und Weiß und seinen jetzigen Namen FC Schalke 04 erhielt der Verein am 5. Januar 1924, als sich die Turn- von der Fußball-Abteilung abspaltete.
In den späten zwanziger Jahren wurden die Fußballer um Ernst Kuzorra und seinen Schwager Fritz Szepan allmählich überregional erfolgreich. Beeinflusst vom schottischen Kombinationsfußball, eingeführt durch die Ballmann-Brüder, hatten sie den Schalker Kreisel entwickelt, der sich durch kurze und flache Pässe auszeichnete. Heute trägt die Schalker Vereins- und Stadionzeitung diesen Namen. Im August 1928 wurde eine neue Spielstätte eingeweiht, die "Glückauf"-Kampfbahn, benannt nach dem Gruß der Bergleute.
Die dreißiger und frühen vierziger Jahre sollten das große Jahrzehnt für die Elf werden. Zwischen 1934 und 1942 standen sie jedes Jahr mindestens im Meisterschafts- oder Pokalfinale. Sechsmal gewannen sie die Meisterschaft, einmal (1937) zusätzlich den Tschammerpokal. Unvermeidlich war dabei, dass die Erfolge der Mannschaft von den Nazis ideologisch ausgeschlachtet und Spieler instrumentalisiert wurden. Spieler ließen sich aber auch instrumentalisieren. Die Meisterschaftsfinals wurden ab 1937 im Berliner Olympiastadion ausgetragen, und der Kampf- und Teamgeist der Spieler propagandistisch in den Vordergrund gestellt. Absurd war an der NS-Propaganda insbesondere, dass damals die Mannschaftsaufstellungen dank vieler masurischer, Posener und schlesischer Einwanderer gar nicht "germanisch", sondern eher polnisch klangen (Szepan, Kuzorra, Zajons, Urban usw.).
Obwohl in den ersten Kriegsjahren die Spieler noch vom Kriegsdienst für Spiele freigestellt wurden, konnte nach 1942 nicht mehr von einem normalen Spielbetrieb die Rede sein. Ab Juli 1946 war die von Bomben zerstörte Glückauf-Kampfbahn wieder bespielbar. Die Elf konnte jedoch zunächst nicht an ihre alten Erfolge anknüpfen. 1950 wurde das letzte Jahr für den inzwischen fünfundvierzigjährigen Kuzorra und Szepan. 1958 gewann Schalke seinen (vorerst) letzten Meisterschaftstitel, 2001 und 2002 den Pokal.
In der 1963 gegründeten Bundesliga spielte Schalke durchgängig bis 1981. 1973 zogen die Fußballer in das Parkstadion im Gelsenkirchener Stadtteil Buer um, das in Hinblick auf die Weltmeisterschaft 1974 in Deutschland errichtet wurde, aber auch für Leichtathletikveranstaltungen genutzt werden konnte. Das Parkstadion wurde im Laufe der Zeit ein beliebter Veranstaltungsort für Großkonzerte.
Im Jahr 1971 war der Verein in den Bundesliga-Skandal verwickelt. Gegen Bestechungsgelder hatte die Mannschaft das Spiel gegen Arminia Bielefeld absichtlich 0:1 verloren. Mehrere Spieler wurden daraufhin gesperrt. 1977 wurde Schalke immerhin noch Vizemeister. Danach stürzte der Verein in eine schwere Krise. In den achtziger Jahren stieg er dreimal ab und musste wegen finanzieller Probleme um seine Lizenz bangen. Geistlicher Beistand wird den Schalkern insbesondere seit dem 2. Mai 1987 zuteil, als Papst Johannes Paul II. eine Messe im Parkstadion mit 100.000 Teilnehmern feierte und zum Ehrenmitglied der "Knappen" ernannt wurde. Hierin mag man auch eine Anknüpfung an die erwähnten, teils polnischen Ursprünge des Clubs sehen.
Mit dem Aufstieg 1991 begannen sich die sportlichen Erfolge wieder einzustellen, gekrönt vom Gewinn des UEFA-Pokals gegen Inter Mailand im Jahr 1997. Auch der Geschäftsbetrieb wurde professionalisiert. Seit 1994 wird der Vorstand nicht mehr direkt von den Vereinsmitgliedern gewählt, sondern vom gewählten Aufsichtsrat bestellt. 2000 wurde die "FC Schalke 04 AG" und mehrere Tochtergesellschaften unter anderem für den Stadionbetrieb gegründet.


Veltins-Arena
Im August 2001 zogen die Knappen abermals um, diesmal in die Arena AufSchalke mit verschließbarem Dach, herausfahrbarem Rasen und Videowürfel. Die durch den Verzicht auf die Leichtathletik-Bahnen und die steilen Ränge entstehende aufgeladene Atmosphäre ist inzwischen bei auswärtigen Vereinen berüchtigt. Wie das Parkstadion wird auch die Arena alternativ genutzt. Im Dezember 2004 wurde dort zum dritten Mal ein Biathlon-Wettbewerb ausgetragen. Infolge der enormen Investitionen in "Steine und Beine" hat sich der Verein verschuldet. Die Entwicklung wird zeigen, inwiefern dies sportlich und wirtschaftlich gerechtfertigt war. Zum Berichtszeitraum Ende 2004 ist die "Arena" jedenfalls bei jedem Bundesligaspiel ausverkauft, und die "Knappen" spielen in der Bundesliga ganz oben mit. Etwas mehr als "Tausend Freunde, die zusammensteh'n" geben dem Verein nach der Ansicht vieler Fans eine solide ökonomische und emotionale Grundlage. Durch eine aufgenommene Anleihe in Höhe von 85 Millionen scheint der Verein jedoch darauf angewiesen zu sein jedes Jahr die Champions League zu erreichen um nicht in finanzielle Nöte zu kommen.
Am 17. Mai 2006 trat Manager Rudi Assauer von allen Ämtern im Verein zurück. Zuvor wurde er verdächtigt, geheime finanzielle Informationen an das Nachrichtenmagazin "Focus" weitergegeben zu haben. Der Focus berichtete, dass Schalke damals Privatkredite aufgenommen habe, um eine Insolvenz abzuwenden.
Assauers Nachfolger wurde Andreas Müller, der nun für den sportlichen Bereich zuständig ist. Ursprünglich sollte Müller erst zur Saison 2006/2007 den Manager-Posten übernehmen.
Schalke 04 belegt mit 1768 Punkten (errechnet auf Basis der Drei-Punkte-Regel) Platz 10 in der ewigen Tabelle der Fußball-Bundesliga.
Stadien




Glückauf-Kampfbahn 2005
Veltins-Arena (Fassungsvermögen: exakt 61.524 Zuschauer (bei internationalen Spielen: 53.994 Zuschauer), eines der modernsten und größten Stadien Europas)
Einweihung 13. und 14. August 2001
Auch Veranstaltungsort für Konzerte von zum Beispiel Pur, Robbie Williams, Bruce Springsteen, Herbert Grönemeyer, Bon Jovi, Metallica, U 2
Ort des Finales der Champions League Saison 2003/04 zwischen dem FC Porto und AS Monaco (3:0).
Parkstadion war bis 2001 das Heimstadion des FC Schalke 04.
Einweihung am 4. August 1973 (gegen Feyenoord Rotterdam)
Fassungsvermögen: 70.600 Zuschauer (nach dem Umbau 1998: 62.004 Zuschauer)
Geburtsstätte der "Euro Fighter" und der "Meister der Herzen"
Veranstaltungsort für viele Konzerte. Unter anderem Genesis, Pink Floyd, The Rolling Stones, Michael Jackson.
Anfang 2004 wurde mit dem Teilabriss des Stadions begonnen. Auf dem Gelände der Südkurve entstehen ein Rehazentrum und ein Hotel.
Glückauf-Kampfbahn (Fassungsvermögen: 34.000 Zuschauer)
Einweihung am 29. August 1928
Geburtsstätte des Schalker Kreisels
Zuschauerrekord: 70.000 (1931)
letztes Bundesligaspiel am 6. Juni 1973 (gegen den Hamburger SV, 2:0 für Schalke)
Die Glückauf-Kampfbahn war bis 2005 die Spielstätte der Schalker Jugend und der 2. Mannschaft des FC Schalke 04 (Oberliga Westfalen, 4.Liga).
Erfolge

Deutscher Meister (7 Mal)


Deutscher Vizemeister (7 Mal)
1933 0:3 in Köln gegen Fortuna Düsseldorf
1938 3:3 und 3:4 in Berlin gegen Hannover 96
1941 3:4 in Berlin gegen Rapid Wien
1972 in der Bundesliga hinter Bayern München
1977 in der Bundesliga hinter Borussia Mönchengladbach
2001 in der Bundesliga hinter Bayern München
2005 in der Bundesliga hinter Bayern München
Deutscher Pokalfinalist (11 Mal)
1935 0:2 in Düsseldorf gegen 1. FC Nürnberg
1936 1:2 in Berlin gegen VfB Leipzig
1937 2:1 in Berlin gegen Fortuna Düsseldorf
1941 1:2 in Berlin gegen Dresdner SC
1942 0:2 in Berlin gegen TSV München 1860
DFB-Pokal 1955 2:3 in Braunschweig gegen den Karlsruher SC
DFB-Pokal 1969 1:2 in Frankfurt gegen Bayern München
DFB-Pokal 1972 5:0 in Hannover gegen 1.FC Kaiserslautern
DFB-Pokal 2001 2:0 in Berlin gegen 1. FC Union Berlin
DFB-Pokal 2002 4:2 in Berlin gegen Bayer Leverkusen
DFB-Pokal 2005 1:2 in Berlin gegen Bayern München
Deutscher Pokalsieger (4 Mal)


Aktueller kader 06/07

Name Trikot Nationalität

Torwart

Frank Rost 1 Deutsch
Manuel Neuer 12 Deutsch
Dennis Lamczyk 30 Deutsch

Abwehr

Mathias Abel 4 Deutsch
Marcelo José Bordon 5 Brazil
Darío Rodriguez 16 Urugay
Rafinha 18 Brazil
Mladen Krstajic 20 Bosnisch
Christian Pander 24 Deutsch
Tim Hoogland 27 Deutsch
Sebastian Boenisch 31 Deutsch
Mario Klinger 34 Deutsch

Mittelfeld

Levan Kobiashvili 3 Georgisch
Hamit Alt?ntop 6 Türkisch
Gustavo Antonio Varela 7 Urugay
Fabian Ernst 8 Deutsch
Lincoln 10 Brazil
Timo Kunert 15 Deutsch
Mesut Özil 17 Deutsch
Alexander Baumjohann 21 Deutsch
Zlatan Bajramovi? 25 Bosnisch
Markus Heppke 28 Deutsch

Angriff

Søren Larsen 9 Dänisch
Peter Løvenkrands 11 Dänisch
Gerald Asamoah 14 Deutsch
Halil Alt?ntop 19 Türkisch
Kevin Kurányi 22 Deutsch

Trainer: Mirko Slomka

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